Sonntag, 11. Mai 2025

2025-05-11

 Dann schau'n mal halt mal, ob wir diesen Blog noch für irgendwas sinnvolles nutzen können.

 Das Wochenende bei E war... okay. Ich fühle mich ein wenig ausgenutzt, weil ich so viel mache und dennoch, ... hat er nur Gedanken für S übrig. Ja, ich verstehe es irgendwo. Er ist verliebt, sie macht in seinem Leben gerade sehr viel besser. Allerdings verwandelt sich das bei ihm in Rücksichtslosigkeit - unbeabsichtigt. Wenn ich das sage, wird es ihm klar, es tut ihm leid, dann ist alles gut, aber ich brauche etwas anderes. Ich brauche die Rücksicht, die Rücksprache, dass und ob gewisse Dinge okay sind. Ich brauche diese unausgesprochene Bestätigung, dass ich okay bin, immer noch. Und ja, ich steh drauf, wenn Menschen das tun, ohne dass ich extra darum bitten muss. Ich brauche das Feingefühl.

Das alles kriege ich nicht. Das muss ich irgendwie akzeptieren. Ändern kann ich ihn nicht.

Ich bin kurz davor, wieder alles in Essen zu ertränken. Ich fühle mich vergessen, alleingelassen. Keine Ahnung, ob diese Beziehung Zukunft hat. Keine Ahnung, ob E überhaupt polyamor ist. Oder noch sein will. Oder was auch immer. Er selbst weiß das alles wohl auch nicht - und das ist das schlimmste. Ich weiß nicht, woran ich bin, bin irgendwo dazwischen und da ist am Ende eine Wundertüte, die aufgeht, wann er es will.

 Wie mit Mama damals, da wusste ich auch nie, was jetzt kommt. Mag sie mich? Liebt sie mich? Oder ist sie gerade wütend, bin ich gerade scheiße und mache was alles falsch?

 Ich weiß, dass E nicht Mama ist. Und die Situation ist eine andere. Er hat mir versichert, dass wir auf irgendeine Art miteinander verbunden sein werden. Dass ich ihn nicht verlieren werde. Zumal der Kontakt zu ihm nicht existentiell ist (nur für mich sehr sehr wichtig). Wir werden verbunden bleiben, auf die eine oder andere Art und eigentlich klingt das für mich okay - ich merke es doch eigentlich immer wieder, dass wir nicht als Beziehung funktionieren. Wir sind beste - touchy - Freunde. Dennoch hänge ich emotional an ihm. Sehr. Seehr. Aber das schließt eine solche Freundschaft nicht aus. Hat sie nie. Himmel, ich hatte mich selbst schon bedrängt gefühlt von dieser Beziehung!

Dennoch hänge ich jetzt drinnen. Ich will nicht warten müssen, bis die Wundertüte aufgeht. Ich bange innerlich um ihn als meinen sicheren Hafen. Denn auch wenn ich mein eigenes Geld verdiene, meine eigene Wohnung habe, nicht von ihm abhängig bin - er ist emotional ein großes Stück Heimat. Und ich kann nicht nochmal meine Heimat verlieren. Ich fühle mich ohnehin schon in der Schwebe, gehöre nirgends richtig hin. Es fühlt sich wieder so an, als sei meine Heimat, mein Rückzugsort und sicherer Hafen nicht sicher. Und ich kann nichts tun außer still vor mich hin zu leiden. Es zerreißt mich. 

Ich habe gerade sogar Angst, wegzuziehen. Angst, dass er sich dann weiter von mir entfremdet, bis er mich irgendwann gar nicht mehr haben will, in keiner Form.

Freitag, 13. Dezember 2024

2024

Ich habe nach 12 Jahren immer noch eine Essstörung.

Ich bin seit viereinhalb Jahren in Therapie.

Ich habe nach sieben Jahren ohne Abschluss mein Studium abgebrochen und mache jetzt eine Ausbildung.


Aber ich habe eine gesunde Beziehung gefunden.

Ich habe abgenommen. Trotz Essstörung.

Ich bin arbeitsfähig geworden. Nicht zu 100%, aber ich bin nicht mehr dauerkrank.

Und ich lebe noch. Und ja, das finde ich eine große Leistung.



Dienstag, 28. Dezember 2021

2021

Ich lebe noch. Hätte letztes Jahr auch anders ausgehen können. Zwei Mal Klinik, über ein Jahr Therapie. Diagnosen. Alles 10 Jahre zu spät.

Dienstag, 2. Juni 2020

02.06.2020

Ich bin ja erstaunt, hier überhaupt noch Kommentare zu lesen. Ich war ewig nicht mehr auf diesem Blog, genaugenommen nicht mehr, seitdem ich den letzten Post verfasst habe. Wirklich viel hat sich seitdem nicht geändert.

Ich habe mein Nebenfach gewechselt und dieses Sommersemester, trotz des „Ausnahmezustands“, läuft viel besser als das vom letzten Jahr. Da habe ich auch nicht mehr wirklich viel zustande bekommen.

Bis zu meinem Bachelor brauche ich jetzt 10 Semester, wie es danach weitergeht, erträume ich mir zwar gerne, wirklich wissen tue ich es nicht. Aktuell plätschert mein Leben halbwegs erträglich vor sich hin. Von gut sind wir weit entfernt. Wäre alles gut, würde ich mir nicht immer wieder auf’s neue vorstellen, wie ich mich umbringe. Tut es weh, wenn man sich eine Rasierklinge in die Halsschlagader rammt? Von der Umsetzung dessen bin ich – ein Glück – weit entfernt, aber dieselben Gedanken und derselbe Wunsch, immer und immer wieder, machen mich fertig.

All die letzten Jahre haben mir immerhin eine Gruppe von ganz besonderen Menschen geschenkt. Das Verhältnis zu meiner Familie lässt sich am ehesten als lockere Bekanntschaft beschreiben und nicht als familiär, mit den anderen vier Pappnasen an meiner Seite scheint mir das alles aber nicht so schlimm, zumindest meistens. Eine davon habe ich inzwischen als meine Partnerin gewonnen und ganz langsam, Stück für Stück, taste ich mich hervor und gebe immer mehr von meinen Gedanken und Gefühlen preis. Es fällt mir schwer, verdammt schwer.

Und trotz der engen Freundschaft, trotz des Vertrauens innerhalb dieser Gruppe, habe ich manchmal das Gefühl, nicht dazuzugehören, sagen wir besser, ersetzbar zu sein. Es stimmt nicht, die Gedanken sind völlig unbegründet, aber wie das eben so ist mit solchen Gedanken, glaubt man sie trotzdem.

Fett bin ich übrigens immer noch. Aber wen wundert das ...

Bleibt gesund, ihr alle <3
(Solltet ihr das hier je lesen)

Donnerstag, 18. April 2019

Wenn das Ende naht

Kleine Bilanz.

Zähne von Karies bevölkert. Gehe ich zum Zahnarzt? Nein, natürlich nicht? Warum? Weil ich menschenscheu bin as fuck.

Psyche im Arsch. Suche ich mir einen Theapieplatz? Nein. Warum? Weil ich es nicht schaffe und dieses ewige "Erzählen Sie mal" sorgt bei mir für alles - nur nicht für Zustimmung.

Uni lasse ich jetzt auch schleifen. Gerade mal eine Woche des vierten Semesters ist rum und was mache ich? Right: Verzweifeln.
Ich will so viel. Ich will Chinesisch lernen, nebenbei noch Finnisch, ich will wieder mehr Sport machen und mich im Schreiben verbessern und und und.

Stattdessen sitze ich hier vor dem Laptop in meinem abgedunkelten Zimmer, weil das Sonnenlicht mich stört, schreibe einen Blogeintrag und trinke Kaffee.
Heute Abend ist zumindest mal Taiji angesagt. Besser als gar nichts. Auch wenn ich mich innerlich noch ganz stark frage, ob ich da überhaupt hingehen werde, so scheu wie ich aktuell bin.

Aber ich muss was machen. Ständig habe ich schmerzen im Nacken, bekomme Schwindelattaken und werde immer fetter. Mein Leben geht den Bach runter. Immerhin habe ich aufgehört zu rauchen, aber das wars dann auch schon wieder.
Wenn ich jetzt nichts mache, liege ich irgendwann im Krankenhaus. Oder breche zusammen. Oder sonst was. Aber so? Nein, so kann und will doch keiner Leben. Das ist einfach nur traurig.

Bereits so lange und es hat sich einfach nichts geändert.

Sonntag, 30. Dezember 2018

Das "Ich" in mir

Man sagt immer: Mache, was dir Spaß macht. Was dich erfüllt. Mache, wonach dir der Sinn steht. Mache einfach das, was DU bist. Du als Individuum in dieser Welt. Denn du bist einzigartig, so wie du bist.

Aber wer bin ich eigentlich?

Mein ganzes Leben bin ich herumgesprungen zwischen verschiedenen Orten, habe nie wirklich Halt gefunden. Das, von dem ich dachte, es macht mich aus, bin ich nicht. Jahrelang habe ich meinem Leben den Leistungssport gewidmet, habe jahelang daran festgehalten, es als mein Leben betrachtet. Als das, was mich ausmacht, mich erfüllt.

Ich hätte bereits zu Beginn meiner Zeit im Internat feststellen müssen, dass das quatsch ist. Völliger Humbuk. Wann genau hat es mir je wirklich Freude gebracht? Ich weiß noch, als ich zu Beginn, getrügt von kindlicher Naivität Träume gewagt habe zu träumen, die nie wahr werden würden. Ich weiß, dass ich mit harter Arbeit eventuell irgendwann an diese Träume kratzen könnte. Aber will ich das noch? Hat mir eine Essstörung, die genau in alledem ihren Ursprung gefunden hat - die mich bis heute begleitet - nicht genug gesagt? Hätte ich nicht schon viel früher auch meine Psyche hören sollen?

Das bin nicht ich. Ich bin nicht die, die dreimal die Woche ins Training geht. Die, die verbissen daran festhält. Das bin einfach nicht ich. Ich hätte es merken können. Habe nie Anschluss im Kader gefunden, gleiche kein bisschen den Menschen, die diese Sportart noch ausüben.

Ich habe die letzte Zeit sehr lange und sehr intensive Gespräche mit B geführt. Darüber, dass wir uns ähnlich sind. Darüber, dass er in all seiner Zeit als Trainer nie jemanden getroffen hat, der ist wie er. Wie wir. Denn trotz all der Unterschiede ähneln wir uns. Wir sind uns ähnlicher, als ich gedacht habe. Aber es ist gut, das zu wissen. Es hilft mir zu erkennen wer ich bin. Und was ich eigentlich wirklich will.

Ich schreibe seit langem wieder. Nur Kleinigkeiten. Nichts großes. Nun sitze ich vor Skillsharing, scrolle durch die Kurse und denke mir: Das ist cool. Tipps zum Schreiben. Dinge, die ich mir zu Herzen nehmen könnte. Das ist etwas, was ich schon immer getan habe. Habe ich nicht immer in meiner eigenen kleinen Blase gelebt? In meiner eigenen Welt, die ich mir selbst ausgedacht habe? Ich habe mich immer geschämt, nicht in der Realität, sondern mehr in meinen Kopf zu leben. Ich will diese Scham loswerden, sie abstreifen wie alte Haut. Sie passt nicht zu mir. Ich sollte froh sein, dass ich so bin. Dass ich, ohne groß nachzudenken, mir Dinge vorstellen kann. Und dass ich ein Medium habe, diese Gedanken der Welt mitzuteilen.

Ich kann schreiben. Ich bin vielleicht nicht gut. Welches Talent nützt, wenn man nicht das Werkzeug dazu kennt? Aber ich bin gewillt, mich zu verbessern. Zum ersten Mal seit langem will ich wieder gut in etwas sein. Ich muss es nur erreichen.

Ich will etwas ändern. MICH ändern. Habe mich in einem Taijikurs angemeldet. Mein Körper leidet unter mir. Meinem Verhalten. Meiner Faulheit. Ich will nicht warten, bis das Semester vorbei ist und ich mehr Zeit habe für andere Kurse. Ich will kein Geld sparen, um ab dem Sommer im Unisport dabei zu sein. Ich will es JETZT.

Das hier ist kein blöder, unsinniger Neujahrsvorsatz. Warum sollte ich an einem Datum festmachen, dass ich mich ändern will? Das hier ist der Punkt, an dem ich merke, dass ich etwas ändern muss. Ich steuere in rasantem Tempo auf einen Abgrund zu. In meinem Kopf stelle ich mir die beste, idealste, aktivste und kreativste Person von mir vor, die ich sein könnte. Und warum arbeite ich nicht enlich darauf hin, sie zu werden?

Akzeptiere dich so, wie du bist, sagen sie. Aber warum sollte ich eine Person akzeptieren, die sich selbst zerstört?

Mittwoch, 12. September 2018

#4

Es. Reicht.
Ein für alle mal.
Es reicht. Mir reicht es. Meinem Körper reicht es. Meiner Gesundheit tue ich nichts gutes damit.
Nur den ganzen Tag rumsitzen und fressen. Pah. Liegen, Fanfictions lesen, sich bemitleiden. Training absagen, Freunden absagen, Familie absagen.
Wo führt das bitte hin? Zu einem besseren Leben? Zu innerem Frieden, Gesundheit? Wohl kaum. Eher zu einem hässlichen, schwitzenden, stinkenden Etwas, das sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.
"Du könntest so gut sein wie Isabella Straub."
Ja, könnte ich. Kann auch auch. Aber ich muss dafür meinen Arsch hoch bekommen. Und zwar pronto.
Es ist schwer, dem Drang zu wiederstehen? Es ist schwer, mal sein Hirn anzuschalten und beim Training das zu machen, was man eigentlich schon seit Jahren weiß?! Ja es ist schwer? Und? Wen interessiert das? R? B? C? Nein. Denen ist es völlig egal und das weißt du auch. Nur du kannst dein verfluchtes Verhalten ändern. Wenn du deinen Kopf dann fickst, weil es anstrengend ist, dann ist es halt so. Nichts was wichtig ist, ist einfach, kapiert?

Samstag, 1. September 2018

#3

Deutsche Meisterschaften 2018 sind vorbei.
Ja richtig gehört, die Deutschen. Nach zwei Jahren war ich wieder da. Das erste Jahr abgesagt, da ich vor Angst nicht mehr klar denken konnte, 2017 dann gar kein Gewehr angefasst.
Gestern Abend bin ich wieder im Studentenwohnheim angekommen und muss sagen: Meine Laune ist gut. 


Dienstag, 7. August 2018

#1

Ich glaube, ich mache wieder Hashtags und Nummern als Posttitel... (Unkreativität und so)

Die erste Nacht im neuen Zimmer war ok. Zu kurz geschlafen (es war einfach viel zu warm...), aber sonst alles gut. Bisher zwei meiner neuen "Mitbewohner" getroffen. Einer recht nett, mit dem anderen habe ich mich nicht unterhalten (was, ehrlich gesagt, um halb sieben morgens kein Wunder ist). An die Dusche hier muss ich mich erst noch gewöhnen. Kein verstellbarer Duschkopf; gewisse Körperstellen sind also nicht erreichbar, aber das bedarf jetzt keiner Ausführung.
Vor dem Wohnheim ist eine - ziemlich laute - Baustelle. Ich hoffe, dass die bis zum Anfang des Semesters fertig sind. Bei dem Krach kann man zwar chillen (einfach mit Kopfhörern Filme schauen und gut ist), aber nicht lernen. Ich sollte mir wohl mal Ohrstöpsel besorgen...
Essen läuft soweit gut. In meinem Kühlschrank befindet sich nur Obst, Paprika und in meinem Essensfach auch allerlei Zeug, welches man als "gesund" bezeichnen könnte. Ich hoffe, dass ich es dieses Mal schaffe.
Es liegt an mir.

Sonntag, 5. August 2018

Der Tag war warm, anstrengend, aber schön.
Ich merke immer wieder, dass es mir besser geht, wenn ich was mache. Wenn ich raus komme und nicht nur immer wieder demselben Trott nachgehe. Mittelaltermärkte sind toll, auch wenn es verdammt warm war und wir recht schnell wieder vor der Hitze "geflüchtet" sind - in das Auto mit Klimaanlage auf dem Weg nach Hause.
Ich bin froh, doch mitgefahren zu sein. Gestern noch im Bett gelegen mit dem insgeheimen Wunsch, zu sterben, heute wieder bessere Laune. Auch wenn ich mich jetzt, da wir zu Hause sind und auf der Couch sitzen, wieder seltsam fühle. Seltsam leer.

Donnerstag, 2. August 2018

Hallo alte Heimat

Gestern habe ich mir den Schlüssel für mein neues zu Hause abgeholt.
Wenn alles nach Plan läuft, verbringe ich die nächsten beiden Jahre nun wieder hier. In Frankfurt.

Drei Jahre dort gewohnt, dann zwei Jahre wieder nicht. Ich muss sagen: Auch wenn ich Frankfurt nicht mag, habe ich es vermisst. Diese versiffte Großstadt, mit ihren schönen und hässlichen Ecken, den Drogenjunkies am Hauptbahnhof, dreckige Seitenstraßen, riesige Grünanlagen, der Wald, die Menschenmassen, die verlassenen Stellen.
Unter der Woche eine Millionenstadt, am Wochenende ein großes Dorf.

Das Wohnheim ist an einer ganz anderen Stelle, als früher das Internat. Das Internat war fast im Wald, total am Rand von Frankfurt. Jetzt bin ich in Uninähe, direkt neben dem Sportcampus (welch Ironie...), vor meinem Fenster befindet sich eine Baustelle. Ich bin im 13. Stockwerk eines Hochhauses, kann aus dem Fenster Hochhäuser erkennen und ganz weit hinten Wälder.

Am Samstag ist der Umzug. Der dritte der letzten beiden Jahre. Noch bin ich in Worms, sitze bei meinen besten Freunden auf dem Sofa und schreibe diesen Eintrag. Ich werde sie vermissen, das weiß ich. Aber ich kann mich nicht weiterhin in das Privatleben eines Ehepaares einmischen (wenn auch Polygamie: Sie hat ihre Grenzen!), täglich drei Stunden in Bussen und Bahnen verbringen. Ich hatte keine Zeit, noch zu arbeiten, kein Geld - und seit der Trennung von meinem Freund wieder zu viele Essanfälle. Das muss sich ändern.

Ich hoffe, dass ich in Frankfurt wieder ein Stück mehr Freiheit bekommen kann. Ich bin wieder flexibel, komme überall schnell hin, habe Zeit zu arbeiten und somit mehr Geld im Monat. Ich will wieder mit Taiji anfangen, vielleicht in meinem alten Verein, will wieder mehr Schießen und auch mehr lernen. Das Studium hat mir gezeigt, wie gerne ich lerne. Und ich will es. Ich will Chinesisch als Sprache beherrschen und - vor allem - endlich anfangen, Finnisch zu lernen.

Allerdings muss ich endlich eines hinbekommen, bevor alles andere problemlos klappen wird: Das Essen.

Sonntag, 29. Juli 2018

...

Ich glaube, das war der erste Tag seit langen, an dem ich mich so gefühlt habe, als hätte ich etwas Sinnvolles getan.
Haben einer Freundin bei einem Umzug geholfen, also ganz viel Kisten und Möbel schleppen. Es ist verflucht warm draußen, aber irgendwie hat mich das kaum gestört. Wenn ich die nächsten paar Stunden nicht total versage, habe ich heute sogar halbwegs "normal" gegessen.
Okayokay, zwei Stücke einer Familienpizza sind jetzt nicht gerade gesund, aber immerhin war es kein Überfressen (auch wenn es mich gerade danach drängt...)
Ich weiß nicht, was los ist. Die letzten Monate hatte ich damit nie Probleme, abgesehen von ein paar Ausnahmetagen. Und jetzt? Ich fühle mich, als sei ich wieder auf dem Stand von vor ein paar Jahren.

Ich muss es hinbekommen. Ab kommender Woche wohne ich wieder alleine (mehr oder weniger). Im Moment hält mich die Anwesenheit meiner Mitbewohner noch vom schlimmsten ab, aber ich kann mich nicht auf andere verlassen. Ich MUSS mein Essverhalten auf die Reihe kriegen.
Ich habe heute auf dem Sofa gelegen und - nur so aus Spaß - mal meinen Ruhepuls kontrolliert.
Fazit: Viel zu hoch.

Mein Körper fängt an, unter mir zu leiden. Ich muss JETZT etwas ändern, sonst bin ich mit 30 ein Krüppel.
Wenn es doch nur einfach wäre.

Samstag, 28. Juli 2018

Hitze

Erst mit der aktuellen Hitze hier draußen merke ich, wie fett ich eigentlich bin.
Wenn man dünner ist, friert man schneller; man fängt aber auch nicht sofort an zu schwitzen wie ein Schwein.
Man kann kürzere Sachen anziehen, ohne auszusehen wie ein Walross.
Ich weiß nicht, was die letzten Wochen vor Semesterende passiert ist, aber der Status bleibt: Ich kann einfach nicht aufhören zu fressen.
Eben gerade stand ich vor meinem Bücherregal auf der Suche nach etwas zu lesen. Ich - Germanist durch und durch - habe natürlich nichts, was normaler, langweiliger Unterhaltungsliteratur gleich kommt, sondern müsste eigentlich mal Arnes Nachlass oder Der Prozess fertig lesen. Mache ich es? Nein. Denn ich versuche es nicht einmal. Immer wieder denke ich mir, heute ist mir das zu anstrengend, das mache ich morgen. Ja, und was mache ich am nächsten Tag?
Genau.
Nichts.
Chinesisch wollte ich lernen - habe nichts gemacht.
Wollte dafür sorgen, dass ich das, was ich gelernt habe, im Langzeitgedächtnis behalte; ergo fast täglich nochmal alles durchgehen, zumindest am Anfang - habe nichts gemacht.
Im Moment schiebe ich alles auf diesen (doch äußerst traurigen) Wetter-Zustand da draußen. Klar, es ist warm (und es wird die nächsten Jahre nur noch wärmer, juhee...), aber ich glaube kaum, dass rumgammeln, nicht einmal auf Whatsapp sein oder die eigene Oma zurückrufen davon kommt. 
Ich hasse mich. Würde am liebsten den ganzen im Bett liegen und fressen und nichts tun.
Und fressen.

Himmel, im Moment bin ich wieder so weit, dass ich mich am liebsten umbringen würde.

Dienstag, 5. Juni 2018

Was auch immer...

Ich erinnere mich noch an meine Zeit im Kader.
Ich wollte damals weg - und das um jeden Preis.
Und nun? Ich bin mal wieder in einem seelischen Zwiespalt.
Zwei Jahre Pause. Zwei Jahre keinen Gedanken an das alles verschwendet (zuminest nicht so viele Gedanken, dass sie erwähnenswert wären). Am Samstag waren Hessische Meisterschaften - ja, ich habe wieder angefangen. Wenn auch nur als Hobby. Und was passiert? Ich beginne zu Flennen, weil ich zurück will. Weil ich das alles wieder haben will und meine Essstörung hasse, da ich dadurch das alles damals abgebrochen habe. Doch ich weiß auch, dass das nicht gut enden würde.

In meinem Leben läuft aktuell nichts gut. Ich fühle mich zu schlecht für mein Studium, mein Freund ignoriert mich und die Bulimie rückt wieder stärker in den Vordergrund. Ich habe keine eigene Wohnung und lebe bei Freunden. Alles in allen: da muss sich etwas ändern.
Dringend.

Freitag, 1. Dezember 2017

Gedankenkrise


Vier Jahre nun bin ich von zu Hause weg, und in einem Monat wird wieder die Zeit kommen, in der ich zu Hause einziehen werde. Es ist seltsam, hierher zurück zu kehren. Das alles ist so lange her und ich bin ein anderer Mensch als damals, als ich freudestrahlend die Zusage für das Internat entgegen genommen habe.
Etwas beklemmend, diesen Umzug zu machen. Ich bin die Freiheit gewohnt, die sich mir all die Jahre geboten hatte. Die Spontanität. Und nun fühle ich mich gefangen.
Ich bin es nicht mehr gewohnt, mit so vielen Menschen unter einem Dach zu leben, das Internat war etwas gänzlich anderes. Mir werden meine Freunde fehlen, die spontanen Unternehmungen am Abend, die Selbstbestimmtheit.
Ich tue meiner Familie etwas Gutes, wenn ich zurück kehre, natürlich. Sie freuen sich. Nur ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Meine Gedanken drehen sich, wirbeln durcheinander.
Ich weiß nicht, ob ich mich hier wohlfühlen kann. Es jemals werde.
Es bringt Vorteile, natürlich. Ich spare mir Geld und Bafög. Ob es weitere Vorteile mit sich bringt? Keine Ahnung. Ich liebe meine Familie, aber ich liebe auch die Freiheit.
Und hier fühle ich mich eingeengt.

Vielleicht übertreibe ich, vielleicht wird es besser, als ich aktuell erwarte. Doch man soll seine Zweifel nicht herunterschlucken, den negativen Gedanken ihrn Platz geben. Und das tue ich. Auch wenn sich dabei ein flaues Gefühl in meinem Magen bildet.

Freitag, 24. November 2017

Und wieder einmal war es eine Ewigkeit

Ich muss zugeben, ich habe diesen Blog schon fast vergessen.
Hinzu kommt auch die Tatsache, dass ich seit mehreren Monaten nicht mehr wirklich mit meinem Laptop im Internet gewesen war. Aber ich habe es eben wieder gesehen - der Sofortlink für diesen Blog ist immer noch in meiner Symbolleiste - und mich daran erinnert, für was dieser Blog ursprünglich gedacht war, wie er sich auch verändert hat.
Wieder einmal ist seit dem letzten Blogeintrag viel passiert.


Mittwoch, 15. Februar 2017

Das Dantian

Hallo ihr Lieben ♥
Das Wochenende musste ich dann leider doch mehr als einen Rückfall verbuchen. War nicht gerade angenehm. Doch das hat sich wieder gebessert. Aktuell sitze ich tiefenentspannt auf dem Bett und schreibe diesen Post. Mal wieder ein Beweis dafür, dass es langsam wieder bergauf geht.


Freitag, 10. Februar 2017

Rückfall

Und vorbei ist die acht Tage lange Pause vom Sich-Vollstopfen und Erbrechen...