Thursday, 18 April 2019

Wenn das Ende naht

Kleine Bilanz.

Zähne von Karies bevölkert. Gehe ich zum Zahnarzt? Nein, natürlich nicht? Warum? Weil ich menschenscheu bin as fuck.

Psyche im Arsch. Suche ich mir einen Theapieplatz? Nein. Warum? Weil ich es nicht schaffe und dieses ewige "Erzählen Sie mal" sorgt bei mir für alles - nur nicht für Zustimmung.

Uni lasse ich jetzt auch schleifen. Gerade mal eine Woche des vierten Semesters ist rum und was mache ich? Right: Verzweifeln.
Ich will so viel. Ich will Chinesisch lernen, nebenbei noch Finnisch, ich will wieder mehr Sport machen und mich im Schreiben verbessern und und und.

Stattdessen sitze ich hier vor dem Laptop in meinem abgedunkelten Zimmer, weil das Sonnenlicht mich stört, schreibe einen Blogeintrag und trinke Kaffee.
Heute Abend ist zumindest mal Taiji angesagt. Besser als gar nichts. Auch wenn ich mich innerlich noch ganz stark frage, ob ich da überhaupt hingehen werde, so scheu wie ich aktuell bin.

Aber ich muss was machen. Ständig habe ich schmerzen im Nacken, bekomme Schwindelattaken und werde immer fetter. Mein Leben geht den Bach runter. Immerhin habe ich aufgehört zu rauchen, aber das wars dann auch schon wieder.
Wenn ich jetzt nichts mache, liege ich irgendwann im Krankenhaus. Oder breche zusammen. Oder sonst was. Aber so? Nein, so kann und will doch keiner Leben. Das ist einfach nur traurig.

Bereits so lange und es hat sich einfach nichts geändert.

Sunday, 30 December 2018

Das "Ich" in mir

Man sagt immer: Mache, was dir Spaß macht. Was dich erfüllt. Mache, wonach dir der Sinn steht. Mache einfach das, was DU bist. Du als Individuum in dieser Welt. Denn du bist einzigartig, so wie du bist.

Aber wer bin ich eigentlich?

Mein ganzes Leben bin ich herumgesprungen zwischen verschiedenen Orten, habe nie wirklich Halt gefunden. Das, von dem ich dachte, es macht mich aus, bin ich nicht. Jahrelang habe ich meinem Leben den Leistungssport gewidmet, habe jahelang daran festgehalten, es als mein Leben betrachtet. Als das, was mich ausmacht, mich erfüllt.

Ich hätte bereits zu Beginn meiner Zeit im Internat feststellen müssen, dass das quatsch ist. Völliger Humbuk. Wann genau hat es mir je wirklich Freude gebracht? Ich weiß noch, als ich zu Beginn, getrügt von kindlicher Naivität Träume gewagt habe zu träumen, die nie wahr werden würden. Ich weiß, dass ich mit harter Arbeit eventuell irgendwann an diese Träume kratzen könnte. Aber will ich das noch? Hat mir eine Essstörung, die genau in alledem ihren Ursprung gefunden hat - die mich bis heute begleitet - nicht genug gesagt? Hätte ich nicht schon viel früher auch meine Psyche hören sollen?

Das bin nicht ich. Ich bin nicht die, die dreimal die Woche ins Training geht. Die, die verbissen daran festhält. Das bin einfach nicht ich. Ich hätte es merken können. Habe nie Anschluss im Kader gefunden, gleiche kein bisschen den Menschen, die diese Sportart noch ausüben.

Ich habe die letzte Zeit sehr lange und sehr intensive Gespräche mit B geführt. Darüber, dass wir uns ähnlich sind. Darüber, dass er in all seiner Zeit als Trainer nie jemanden getroffen hat, der ist wie er. Wie wir. Denn trotz all der Unterschiede ähneln wir uns. Wir sind uns ähnlicher, als ich gedacht habe. Aber es ist gut, das zu wissen. Es hilft mir zu erkennen wer ich bin. Und was ich eigentlich wirklich will.

Ich schreibe seit langem wieder. Nur Kleinigkeiten. Nichts großes. Nun sitze ich vor Skillsharing, scrolle durch die Kurse und denke mir: Das ist cool. Tipps zum Schreiben. Dinge, die ich mir zu Herzen nehmen könnte. Das ist etwas, was ich schon immer getan habe. Habe ich nicht immer in meiner eigenen kleinen Blase gelebt? In meiner eigenen Welt, die ich mir selbst ausgedacht habe? Ich habe mich immer geschämt, nicht in der Realität, sondern mehr in meinen Kopf zu leben. Ich will diese Scham loswerden, sie abstreifen wie alte Haut. Sie passt nicht zu mir. Ich sollte froh sein, dass ich so bin. Dass ich, ohne groß nachzudenken, mir Dinge vorstellen kann. Und dass ich ein Medium habe, diese Gedanken der Welt mitzuteilen.

Ich kann schreiben. Ich bin vielleicht nicht gut. Welches Talent nützt, wenn man nicht das Werkzeug dazu kennt? Aber ich bin gewillt, mich zu verbessern. Zum ersten Mal seit langem will ich wieder gut in etwas sein. Ich muss es nur erreichen.

Ich will etwas ändern. MICH ändern. Habe mich in einem Taijikurs angemeldet. Mein Körper leidet unter mir. Meinem Verhalten. Meiner Faulheit. Ich will nicht warten, bis das Semester vorbei ist und ich mehr Zeit habe für andere Kurse. Ich will kein Geld sparen, um ab dem Sommer im Unisport dabei zu sein. Ich will es JETZT.

Das hier ist kein blöder, unsinniger Neujahrsvorsatz. Warum sollte ich an einem Datum festmachen, dass ich mich ändern will? Das hier ist der Punkt, an dem ich merke, dass ich etwas ändern muss. Ich steuere in rasantem Tempo auf einen Abgrund zu. In meinem Kopf stelle ich mir die beste, idealste, aktivste und kreativste Person von mir vor, die ich sein könnte. Und warum arbeite ich nicht enlich darauf hin, sie zu werden?

Akzeptiere dich so, wie du bist, sagen sie. Aber warum sollte ich eine Person akzeptieren, die sich selbst zerstört?

Wednesday, 12 September 2018

#4

Es. Reicht.
Ein für alle mal.
Es reicht. Mir reicht es. Meinem Körper reicht es. Meiner Gesundheit tue ich nichts gutes damit.
Nur den ganzen Tag rumsitzen und fressen. Pah. Liegen, Fanfictions lesen, sich bemitleiden. Training absagen, Freunden absagen, Familie absagen.
Wo führt das bitte hin? Zu einem besseren Leben? Zu innerem Frieden, Gesundheit? Wohl kaum. Eher zu einem hässlichen, schwitzenden, stinkenden Etwas, das sein Leben nicht auf die Reihe bekommt.
"Du könntest so gut sein wie Isabella Straub."
Ja, könnte ich. Kann auch auch. Aber ich muss dafür meinen Arsch hoch bekommen. Und zwar pronto.
Es ist schwer, dem Drang zu wiederstehen? Es ist schwer, mal sein Hirn anzuschalten und beim Training das zu machen, was man eigentlich schon seit Jahren weiß?! Ja es ist schwer? Und? Wen interessiert das? R? B? C? Nein. Denen ist es völlig egal und das weißt du auch. Nur du kannst dein verfluchtes Verhalten ändern. Wenn du deinen Kopf dann fickst, weil es anstrengend ist, dann ist es halt so. Nichts was wichtig ist, ist einfach, kapiert?

Saturday, 1 September 2018

#3

Deutsche Meisterschaften 2018 sind vorbei.
Ja richtig gehört, die Deutschen. Nach zwei Jahren war ich wieder da. Das erste Jahr abgesagt, da ich vor Angst nicht mehr klar denken konnte, 2017 dann gar kein Gewehr angefasst.
Gestern Abend bin ich wieder im Studentenwohnheim angekommen und muss sagen: Meine Laune ist gut. 


Tuesday, 7 August 2018

#1

Ich glaube, ich mache wieder Hashtags und Nummern als Posttitel... (Unkreativität und so)

Die erste Nacht im neuen Zimmer war ok. Zu kurz geschlafen (es war einfach viel zu warm...), aber sonst alles gut. Bisher zwei meiner neuen "Mitbewohner" getroffen. Einer recht nett, mit dem anderen habe ich mich nicht unterhalten (was, ehrlich gesagt, um halb sieben morgens kein Wunder ist). An die Dusche hier muss ich mich erst noch gewöhnen. Kein verstellbarer Duschkopf; gewisse Körperstellen sind also nicht erreichbar, aber das bedarf jetzt keiner Ausführung.
Vor dem Wohnheim ist eine - ziemlich laute - Baustelle. Ich hoffe, dass die bis zum Anfang des Semesters fertig sind. Bei dem Krach kann man zwar chillen (einfach mit Kopfhörern Filme schauen und gut ist), aber nicht lernen. Ich sollte mir wohl mal Ohrstöpsel besorgen...
Essen läuft soweit gut. In meinem Kühlschrank befindet sich nur Obst, Paprika und in meinem Essensfach auch allerlei Zeug, welches man als "gesund" bezeichnen könnte. Ich hoffe, dass ich es dieses Mal schaffe.
Es liegt an mir.